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Vortrag am 16. Oktober 2007

Sabine Schall, M.A. (Kriminaltechnisches Institut des Bundeskriminalamtes Wiesbaden):
Forensische Linguistik

Wir bekommen Sie schon weich und Außer dem bekommen wir immer was wir kriegen."

... so heißt es in dem fünfzehnten und letzten Schreiben einer Erpresserbriefserie aus dem Jahre 2005. Ist das tatsächlich so? Was charakterisiert ein Erpresserschreiben, wann hat es Erfolg und vor allem: Was kann die forensische Linguistik tun, um dieses Verbrechen zu vereiteln? Welche anderen Delikte, in denen Texte eine wichtige Rolle spielen, werden außerdem betrachtet? Welchen Stellenwert hat die "Autorenerkennung" beim Auffinden von Tätern und bei deren Verurteilung?

In diesem Vortrag soll es um diese und andere Fragen der Forensischen Linguistik gehen. Zunächst soll aber dargestellt werden, was im Bundeskriminalamt unter "Forensischer Linguistik" verstanden wird, welches die Untersuchungsschwerpunkte sind und welche Methoden dort angewendet werden.

Erpresserschreiben (die manchmal unfreiwillig komische Formulierungen aufweisen) eignen sich besonders gut, um an ihnen die Möglichkeiten und Grenzen der Forensischen Linguistik aufzuzeigen. Ihre Analyse macht zwar - wie wir sehen werden - nur einen Teil der Aufgaben des Sprachwissenschaftlers beim BKA aus, aber der Beitrag dieses Teils der "Angewandten Linguistik" zur Strafverfolgung ist gleichwohl wichtig, denn:

"Nicht beachten Dises Schreibens wird mindestents mit Todesstrafe bestraft."

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